Ausbildungszentrum

DSCN8952Das Ausbildungszentrum ist ein Projekt der Association Bangr-Nooma (ABN) – in der unsere Supervisiorin Rakieta Poyga Vorsitzende ist-, welches Wir unterstützen. Ziel ist es in der Hauptstadt Burkina Faso’s, Ouagadougou, ein Ausbildungszentrum für Jugendliche zu errichten. Dort sollen Jugendliche, vornehmlich Mädchen an handwerkliche Berufe heran geführt werden und eine berufliche Ausbildung ermöglicht bekommen. Sie sollen des Weiteren darauf vorbereitet werden, ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Es sollen insbesondere Mädchen gefördert werden, da diese in Burkina Faso immer noch an einer der letzten Stellen stehen. Diesen Mädchen soll nicht nur der Start und die Ausbildung in typischen Frauenberufen sondern auch in traditionellen Männerberufen wie Schreiner, Schlosser, Handyreparateur und Installateur ermöglicht werden. Aber auch in neuen Berufen wie Informatiker/In sollen die Jugendlichen ausgebildet werden. Die Association Bangr-Nooma ist eine Burkinische, staatlich anerkannte, Organisation, welche gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen in Burkina Faso kämpft.

Außerdem setzt sich die Organisation für die vernachlässigten Mädchen in Burkina Faso ein.

Geplant sind im Ausbildungszentrum folgende bauliche Bestandteile:

– Ein Kursraum, in dem hautsächlich Alphabetisierungskurse und Anti- Beschneidungs-Kamoagnen abgehalten werden.
– Mehrere Werkstätten (Schweißerei, Schneiderei, Schlosserei, Tischlerei, Mechaniker, Elektriker) für Jugendliche.
– Bereich für die Unterbringung von Jugendlichen (2 bis 4 Mehrbettzimmer) – Sanitäre Anlagen
– Aufenthalts- und Veranstaltungsraum.

Das Angebot einer beruflichen Ausbildung soll sich an Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren richten. Es ist eine Ausbildungsmöglichkeit – vor allem in der Anfangsphase – zum einen für die Mädchen, die aufgrund einer ABN-Schulpatenschaft eine Schule besuchen konnten, zum anderen aber auch – und vor allem – für Mädchen, die dieses Privileg nicht hatten. Sie könnten in diesem Zentrum sowohl ein Handwerk lernen wie auch einen Alphabetisierungskurs besuchen. Da sich das Angebot – zumindest in der ersten Phase – hauptsächlich an Mädchen richtet, sollte die Einrichtung einer Ausbildungswerkstatt für das Schneiderhandwerk Vorrang haben. Es besteht derzeit immer noch ein großer Bedarf an fachkundigen Schneider/innen, sowohl in den Dörfern als auch in Stadtrandsiedlungen, so dass für die Absolventinnen gute Berufsaussichten bestehen. In der zweiten Phase und in den übrigen Ausbildungsgängen könnten/sollten dann auch männliche Jugendliche berücksichtigt werden, jedoch sollten Mädchen aufgrund ihrer geringeren Ausbildungschancen Priorität haben. Die Ausbildungszeiten werden – je nach Berufszweig und individuellen Zielen – zwischen 1 und 3 Jahren liegen, mit der Möglichkeit von Praktika bei ortsansässigen Handwerkern. Jeder Bereich sollte maximal 10-15 Schüler/innen umfassen. Die Ausbildung sollte durch einheimische Handwerker erfolgen, aber auch gern – soweit realisierbar – durch Fachkräfte aus dem Ausland, z.B. in Form von Praktika.

Das Projekt soll in der ersten Bauphase ca. 30000 Euro umfassen. In einer zweiten und dritten Bauphase sind 20000 und 10000 Euro veranschlagt. Das Projekt wird auch von zwei weiteren Vereinen gefördert dem DFFD e.V. und ASW. Wir hoffen, dass wir das Projekt noch lange Zeit mitfinanzieren können und dass wir bei unserem nächsten entwicklungspolitischen Einsatz gute Resultate zu verbuchen haben.

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Die AG Entwicklungspolitik ist eine AG am Schloss Hagerhof, einem Gymnasium mit Realschulzweig und Internat. Sie hat rund 20 Mitglieder und ihre Ziele sind – wie man auch unter Ziele nachlesen kann – Schülern ein verantwortliches Wissen und Denken nahezulegen. Jeden Montag treffen wir uns und besprechen aktuelle Projekte, Verläufe, Probleme und neue Wünsche. Die AG gibt es seit dem Jahre 2001 und wird auch seitdem von Herrn Berg, einem Lehrer am Hagerhof geleitet.
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